Eltern-Infos

Inhalte :

Nr. 1     Erziehungsregeln – das Kind selbstsicher und stark machen

Nr. 2   Wie viel Medien braucht das Kinder … oder der richtige Umgang damit

 

Nr. 1

Erziehungsregeln

…mit denen Sie Ihr Kind selbstsicher und stark machen

1. Lieben Sie Ihr Kind, so wie es ist! Machen Sie Ihre Liebe bitte nicht von Ihren Erwartungen, guten Noten oder dem Wohlverhalten Ihres Kindes abhängig. Wenn ihm etwas nicht glückt, ist das normal, und es gibt bei jedem Kind viele Dinge, die ihm gut gelingen.

2. Trauen Sie Ihrem Kind etwas zu. Das Leben ist voller neuer Situationen, die Ihr Kind früher oder später meistern muss. Um sich weiterzuentwickeln, brauchen Kinder Anforderungen und Erfolgserlebnisse. Sie müssen lernen, dass Anstrengung sich lohnt, dass Mut sich bezahlt macht und dass kalkulierbare Risiken in Ordnung sind. Nehmen Sie Ihrem Kind also nicht immer alles ab, sondern geben Sie ihm altersgemäße Aufgaben. Grundschulkinder können sich selber ein Eis bestellen, Brötchen holen oder die Großeltern anrufen. Je öfter Ihr Kind die Erfahrung macht, dass es ein Problem ohne fremde Hilfe bewältigt hat, desto mutiger wird es in Zukunft sein.

3. Lassen Sie sich nicht alles gefallen! Wägen Sie ab, wann Kritik angemessen ist, und erklären Sie Ihrem Kind, warum Sie sich beschweren. Hat sich der neue Pullover Ihrer Tochter beim ersten Waschen verfärbt oder verzogen? Nehmen Sie Ihr Kind zum Umtausch mit. So lernt es, dass man nicht alles akzeptieren muss. Aber Achtung: Bleiben Sie sachlich!

4. Zeigen Sie Gefühl. Streit, Wut und Ärger, aber auch Trauer und Glück kommen in jeder Familie vor und sind normal. Wenn Sie innerlich vor Wut kochen, sollten Sie sich nicht dazu zwingen, freundlich zu lächeln. Das verwirrt Ihr Kind nur. Es darf ruhig merken (und kann das auch gut aushalten!), wenn Sie richtig sauer sind. Drücken Sie Ihren Ärger aus und lassen Sie Platz für Lösungsvorschläge: „Ich ärgere mich, wenn hier schon wieder alles rumliegt, obwohl ich vorhin gerade erst aufgeräumt habe!“ Und wenn Sie sich wieder beruhigt haben oder glücklich sind, sollte Ihr Kind das auch mitbekommen.

5. Ermutigen und loben Sie Ihr Kind! Gerade wenn Ihr Kind unsicher oder ungeschickt ist, braucht es Ihre Ermutigung. Ihr Lob muss aber immer ehrlich gemeint sein. Loben Sie also z. B., wenn Ihnen die Bastelei oder das Bild nicht gefällt, den Eifer, mit dem Ihr Kind bei der Sache war. Sprechen Sie prinzipiell möglichst positiv, z. B. „Ich finde es gut, dass du …!“ statt „Das war nicht schlecht.“

6. Hören Sie geduldig zu! Ihr Kind sollte Ihnen alles sagen dürfen, was es bedrückt. Das wird es jedoch nur dann tun, wenn es sich sicher sein kann, dass Sie ihm geduldig zuhören. Auch wenn Ihnen manche Probleme Ihres Kindes eher lächerlich vorkommen: Ihrem Kind ist es bitter ernst! Unterbrechen Sie es nicht, wenn es darüber berichtet. Sagen Sie ihm, dass Sie verstehen können, wie es sich fühlt. Bieten Sie keine vorschnellen Lösungen an. Fragen Sie lieber: „Was, meinst du, könnten wir dagegen tun?“ Haben Sie gerade einmal keine Zeit, um sich Ihrem Kind sofort zu widmen, sollten Sie ihm genau sagen, wann Sie ihm zuhören können, etwa: „Wenn ich das Telefonat beendet habe, setzen wir uns zusammen aufs Sofa, und dann erzählst du es mir!“ Beachten Sie bitte, dass Kinder manchmal etwas länger als Erwachsene dafür brauchen, ihre Gedanken zu sortieren und Erlebnisse in Sprache auszudrücken.

7. Geben Sie Ihrem Kind Sicherheit! In jedem Erziehungsalltag erleichtern abgesteckte Regeln das Zusammenleben sehr und sorgen für mehr Gerechtigkeit und Zufriedenheit. Ihr Kind weiß dann genau, was es darf und was nicht. Legen Sie feste Hausaufgaben-, Essens- und Schlafenszeiten fest, regeln Sie den Bildschirmkonsum, sprechen Sie über das Verbot von Gewalt und den gegenseitigen Umgang miteinander. Werden diese Regeln nicht eingehalten, weiß Ihr Kind genau, warum Sie wütend sind, und kann sein Verhalten verändern.

8. Kritisieren Sie nur falsches Verhalten, aber nie Ihr Kind! Sagen Sie z. B. statt „Du bist ein richtiger Streithammel!“ besser „Es ist nicht in Ordnung, dass du wegen jeder Kleinigkeit gleich mit deinem Bruder streitest!“.

Nr. 2

Wie viel Medien braucht das Kind?

… oder der richtige Umgang damit

Schritt 1 :    Sich an die eigene Medienbiographie erinnern

… bevor man sich vorschneller Kritik und pauschalen Urteilen hingibt! Nur wenn            man sein eigenes Verhältnis zum Mediengebrauch für sich geklärt hat und breit ist,               es laufend zu überprüfen, kann man eine mehr oder weniger vorurteilsfreie                           Perspektive einnehmen.

Schritt 2 :    Die Medienvorlieben der Kinder verstehen lernen

Medien faszinieren heute wie gestern. Setzen Sie sich mit den Vorlieben Ihrer Kinder auseinander, indem Sie sich die Medien und ihre Inhalte erklären lassen.

Schritt 3 :    Medien bedienen unterschiedliche Bedürfnisse

Erwachsene und Kinder leben mit der Vielfalt der Medien und nutzen diese aktiv             für ihre Bedürfnisse, wie Kommunikation, Unterhaltung, Zeitvertreib, Entspannung und Information.

Schritt 4 :    Kindern eine Orientierung bieten

Erwachsene sind die Vorbilder. Hier lernen Kinder im positiven, wie im negativen  Sinne. Um sich in der Vielfalt der medialen Inhalte und Möglichkeiten zurecht zu finden, benötigen Kinder eine Orientierungshilfe, um Stärken und Schwächen, die                     Chancen und Gefahren der unterschiedlichen Medien zu erkennen.                                       ( „Medienerziehung“)

Schritt 5 :    Medien mit den Kindern genießen und praktisch ausprobieren

Medien machen vor allem auch Spaß! Ein phantasievoller Umgang mit ihnen kann letztlich zu einer maßvollen Nutzung führen.

Einige zu bedenkende Grundsätze :

  • Medien sind keine sinnvollen „Babysitter“
  • Verbote und klare Vorgaben sind nötig – Nutzzeiten vereinbaren
  • Medien sind keine Machtinstrumente in der Familie ( Strafen )
  • mögliche Richtlinien für die Mediennutzung  pro Tag :

0 – 2 Jahre =  max. 20 min

3 – 5 Jahre =  max. 30 min

6 – 9 Jahre =  max. 60 min

10 -13 Jahre=  max. 90 min

 Medien und Kinder :

aktiv, kreativ und kooperativ mit Medien umgehen

Zusammenstellung 2013  Diakonin M. Scheffler-Duncker

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