Veranstaltungen

Vorschau: 

KDV-Rems-Murr-Kreis und Stadt Backnang lädt ein:

Montag, den 16. Juli 2018

um 18.30 Uhr im CaDU des fam Futur, Theodor-Körner-Str. 1

Be German!

  • Wake up, Deutschland, Sleeping Beauty
  • Can you hear your Call of Duty?
  • The world has gone completly nuts
  • That’s why we’re back to help, mein Schatz
  • Achtung! Germans on the rise
  • But this time we are fucking nice.
  • Sei deutsch!                                               ( Jan Böhmermann )

Was ist eigentlich Deutsch?

Die einen hängen bei ihrer vermeintlichen deutschen Identitätssuche Kreuze auf. Andere versuchen vergebens, die Leitkulturfrage zu entfachen. Weitere wählen wiederum humoristische Wege, um gerade in Zeiten einer gesellschaftlichen Spaltung auf die Schwierigkeit einer deutschen Identität hinzuweisen.

Im Kontext mit den Themen Flucht und Migration stellt sich immer wieder die spannende Frage: Was ist eigentlich Deutsch? Wie bewältigen wir das Spannungsverhältnis zwischen Akzeptanz und der Forderung nach Integration in unserer deutschen Gesellschaft? So lässt sich in der Arbeit mit Geflüchteten oder im Zusammensein mit Zugewanderten nicht selten schmunzelnd feststellen, dass wir uns durchaus “deutscher” geben, als in unserem privaten Alltag. Wir bleiben plötzlich geduldig sowie obrigkeitstreu an der roten Fußgängerampel stehen oder erwarten, dass der betreute Geflüchtete in Räumlichkeiten die Mütze abnimmt. Doch wieso?

Die Veranstalter laden ein zum Austausch und zum Diskutieren – mit dem nötigen Ernst, aber ebenso einer ausreichenden Prise Humor.

Vortrag und Moderation der Diskussion: Pablo Lauterstein, geb. in Montevideo, Dozent an der DHBW Stuttgart für Interkulturelle Soziale Arbeit und seit vielen Jahren im Bereich Flucht und Migration tätig.

Der Eintritt ist frei. Aufgrund der begrenzten Platzzahl wird um Anmeldung bis zum 06.07.18 gebeten bei Marion Scheffler-Duncker (Telefon 07191-18033, Mail scheffler-duncker@evkibk.de oder Ulrike Ferenz-Gröninger (Telefon 07191-894-369, Mail integrationsreferentin@backnang.de.

Save the Date

Rückblicke

Advents- und Weihnachts-Traditionen

Auch dieses Jahr haben die Integrationsreferentin der Stadt Backnang, Ulrike Ferenz-Gröninger, und die Flüchtlingsbeauftragte des Kreisdiakonieverbands, Marion Scheffler-Duncker, zum Kennenlernen und Austauschen von Advents- und Weihnachtsbräuchen eingeladen. Gastgeber war die Katholische Kirchengemeinde St. Johannes mit Pfarrer Beck und einem großen ehrenamtlichen Team. Das Treffen startete in der St. Johanneskirche mit einer kleinen Einführung, wie Christen die Advents- und Weihnachtszeit hier und anderen Orts gestalten. Dem schlossen sich Lichtbildervorträge von Sabbath Mavula aus Nigeria und Sameer Aboud aus Syrien an. In Nigeria ist Weihnachten ein buntes und fröhliches Fest. In den Gottesdiensten wird wie hier viel gesungen, wenn auch auf eine wesentlich temperamentvollere Art. Gefeiert wird mit der Familie und mit Freunden, daheim und auch einmal mit dem Besuch eines Vergnügungsparks. Die Anwesenden staunten auch nicht schlecht, als sie noch erfuhren, dass in Nigeria an Weihnachten traditionell neue Kleider als Zeichen des Neuanfangs getragen werden und auch, als Aboud auf Arabisch das Lied „Stille Nacht, Heilige Nacht“ auf der Laute vortrug! Bewegend waren auch die Bilder aus seiner Heimat. Sie zeigten, wie er sie einst erlebt hatte und was der Krieg daraus gemacht hat. Einst strahlte eine riesige, geschmückte Tanne auf dem Hauptplatz von Abouds Heimatstadt Homs. Dort, wo heute alles in Schutt und Asche liegt, trafen sich die Menschen, um gemeinsam zu feiern. Seine Bilder machten allen klar: die friedliche Weihnachtsbotschaft braucht noch viel Unterstützung, um in der Welt anzukommen.

Sabbath Mavula

Den Abschluss bildete eine kleine Laternenwanderung zum Katholischen Gemeindehaus. Hier erwarteten die Besucher adventliches Gebäck und heiße Getränke. Für die Kinder hatte sich auch noch der Nikolaus angesagt, um selbstverständlich kleine Geschenke zu übergeben. Das Begegnungstreffen war geprägt von gegenseitigem Kennenlernen und Wahrnehmen und wird hoffentlich nicht das einzige bleiben!