Veranstaltungen

Advents- und Weihnachts-Traditionen

Begegnungstreffen in der Flüchtlingsarbeit am 5.12.17

Advents- und Weihnachtsbräuche in aller Welt

Auch dieses Jahr haben die Integrationsreferentin der Stadt Backnang, Ulrike Ferenz-Gröninger, und die Flüchtlingsbeauftragte des Kreisdiakonieverbands, Marion Scheffler-Duncker, zum Kennenlernen und Austauschen von Advents- und Weihnachtsbräuchen eingeladen. Gastgeber war die Katholische Kirchengemeinde St. Johannes mit Pfarrer Beck und einem großen ehrenamtlichen Team. Das Treffen startete in der St. Johanneskirche mit einer kleinen Einführung, wie Christen die Advents- und Weihnachtszeit hier und anderen Orts gestalten. Dem schlossen sich Lichtbildervorträge von Sabbath Mavula aus Nigeria und Sameer Aboud aus Syrien an. In Nigeria ist Weihnachten ein buntes und fröhliches Fest. In den Gottesdiensten wird wie hier viel gesungen, wenn auch auf eine wesentlich temperamentvollere Art. Gefeiert wird mit der Familie und mit Freunden, daheim und auch einmal mit dem Besuch eines Vergnügungsparks. Die Anwesenden staunten auch nicht schlecht, als sie noch erfuhren, dass in Nigeria an Weihnachten traditionell neue Kleider als Zeichen des Neuanfangs getragen werden und auch, als Aboud auf Arabisch das Lied „Stille Nacht, Heilige Nacht“ auf der Laute vortrug! Bewegend waren auch die Bilder aus seiner Heimat. Sie zeigten, wie er sie einst erlebt hatte und was der Krieg daraus gemacht hat. Einst strahlte eine riesige, geschmückte Tanne auf dem Hauptplatz von Abouds Heimatstadt Homs. Dort, wo heute alles in Schutt und Asche liegt, trafen sich die Menschen, um gemeinsam zu feiern. Seine Bilder machten allen klar: die friedliche Weihnachtsbotschaft braucht noch viel Unterstützung, um in der Welt anzukommen.

Sabbath Mavula

Den Abschluss bildete eine kleine Laternenwanderung zum Katholischen Gemeindehaus. Hier erwarteten die Besucher adventliches Gebäck und heiße Getränke. Für die Kinder hatte sich auch noch der Nikolaus angesagt, um selbstverständlich kleine Geschenke zu übergeben. Das Begegnungstreffen war geprägt von gegenseitigem Kennenlernen und Wahrnehmen und wird hoffentlich nicht das einzige bleiben!